Selfies und die sozialen Netzwerke


Ein Trend, der sich zunehmend auch unter Schauspielern und Personen des öffentlichen Lebens ausbreitet, sind die sogenannten „Selfies“. Selfies sind digitale Aufnahmen der jeweiligen Person, zum Zweck, diese in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen und mit der sozialen Internetwelt zu teilen. Das Besondere an den Selfies ist die Darstellung der Akteure in besonderen Situationen, bspw. mit bekannten Persönlichkeiten. Sie geben somit einen Einblick in die Interessen der Nutzer und sind im Moment der Aufnahme schon veraltet. Selfies bieten somit ein Instrument zur Selbstdarstellung in der digitalen Welt. Wer nicht mitmacht ist zwangsläufig out und ausgeschlossen.

Was sagt dieser Trend über jeden einzelnen aus? Eine Menge, scherzhaft könnte man sagen „nur mit Freunden und der NSA teilen“. Was vielen unbewusst ist, ist die Tatsache, dass diese kleinen Puzzleteile ein Gesamtbild zu jeder einzelnen Person ergeben. Es gibt bereits Programme, die all diese Daten sammeln und auswerten könnten. Obwohl uns bewusst ist, dass wir einige Daten von uns im Netz preisgeben und uns somit überwachen lassen, ist es dennoch erstaunlich, wie gelassen viele Nutzer mit dieser Tatsache umgehen. Ganz nach dem Motto: „Ein Beobachter mehr oder weniger macht den Braten auch nicht fett“. Und so geben wir uns diesem Trend hin und werden immer transparenter.

Eine Studie offenbarte, dass die Profile auf sozialen Netzwerken mehr über die Leistung der jeweiligen Person aussagen, als jeder Einstellungstest. In einem Test wurden Vorgesetzte gebeten, die Leistungsfähigkeit einzelner Personen anhand des Facebookprofils einzuschätzen. Nach sechs Monaten wurden die Ergebnisse ausgewertet und dabei stellte sich erstaunlicherweise heraus, dass die Einschätzung anhand der sozialen Netzwerkprofile, der tatsächlichen Leistungsfähigkeit sehr nah kamen.

Wie schon oft festgestellt, haben wir es selbst in der Hand, wie viel wir von uns preisgeben und uns somit einer Allgemeinheit weiter öffnen.

Quelle: spiegel.de